29. Juni 2011

Die Menschen mit all ihren Eigenarten, ein Comeback, das gar keines ist, und des Pudels Kern: Marla Glen im Klangverführer-Interview

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Noch nicht ganz, aber auch schon fast zwanzig Jahre ist es her, seitdem Marla Glen mit ihrem ganz unbescheiden This Is Marla Glen betitelten Debütalbum 1993 für Aufsehen sorgte. Die bluesige Single Believer, und vor allem diese Stimme, bei der man nie so recht wusste, ob sie einem Mann oder einer Frau, gehörte, und die noch am ehesten klang wie eine Mischung aus Tina Turner, Nina Simone und Louis Armstrong, ließ aufhorchen. Nicht zuletzt, weil der Song auch von einem großen Modehaus in seinen Werbesports verwendet wurde. 1995 legte sie mit Love and Respect nach, und auch, wenn danach noch einige Alben folgen sollten, verschwand Marla Glen weitestgehend aus dem öffentlichen musikalischen Bewusstsein. Zwischendurch gab es noch das James-Brown-Cover It’s a Man’s World, ebenfalls dank des Fernseh- und Kinowerbespots für einen Herrenduft rauf und runter gespielt, doch zumindest ich persönlich habe Marla Glen erst einmal aus den Augen oder vielmehr Ohren verloren.

Doch schon die ersten Takte ihres neuen Studioalbums Humanology machen klar, dass diese Stimme und diese Musik nie so richtig verschwunden waren und zumindest im Unterbewusstsein als angenehme Erinnerung ein Eigenleben geführt hatten. Humanology ist wie ein musikalisches Nachhausekommen: Kaum klingen die ersten bluesigen Takte des Openers Garden of Desire samt dem typischen Hall des Marla Glen-Sounds an, wird eine Erinnerung an etwas zwar lange nicht mehr, aber damals gern Gehörtes wach.

Richtig gut allerdings wird das Album meiner Meinung nach erst ab Track 3, Maddy & Johnny. Davor ist mir das zu rockig-synthetisch, Glen erinnert hier in der Tat nicht nur an die Stimme von Tina Turner, sondern auch an deren Sound. Den muss man mögen – oder eben auch nicht. Maddy & Johnny jedenfalls beginnt mit einem Fink’schen Biscuits For Breakfast-Beat, das ist Süden und Blues und auch Gospel, der sich vollends im Chor vom Folgetrack Child entfaltet.

Doch nicht nur die neuen Songs auf dem 14-Track-Album Humanology sorgen für eine angenehme Überraschung: Es ist vor allem das Re-Make ihres größten Hits Believer. Okay, es ist ein Duett mit Xavier Naidoo. Den hassen viele. Ich gebe zu, eine heimliche Schwäche für den „singenden Pilgerpfad“ zu hegen: Sieh mir noch einmal in die Augen Baby, bevor du gehst – toller Song! Wie auch immer Sie zu Herrn Naiodoo stehen – die Stimme des Sohnes Mannheims passt perfekt zu der von Glen, beiden wohnt diese gospelgeprägte Inbrünstigkeit inne. Believer wird hier zu einer puren Zelebration und kommt damit schon fast Leonard Cohens Hallelujah gleich, welches ich immer mehr als Gebet denn als Lied empfunden habe.

Auf Believer folgt mit White Roses For My Mother eine Zelebration anderer Art. Dieser wohl persönlichste Song des Albums verarbeitet den Tod von Glens vor wenigen Jahren verstorbener Mutter. Ohnehin musste Marla Glen so einiges an Schicksalsschlägen einstecken: Vom Rechtsstreit mit ihrer ehemaligen Plattenfirma und dem damaligen Management bis zu ihrer Scheidung von Ehefrau Sabrina. Blues wird in der Interpretation Marla Glens authentisch, denn sie hat durchgemacht, wovon sie singt. Vielleicht liegt es an diesen Erfahrungen, dass Humanology so sehr auf den Punkt kommt wie keines ihrer vorherigen Alben.

Eigentlich wäre hiermit alles gesagt. Doch legt die Glen selbst mit zwei Bonus-Tracks nach, und diese überraschen wirklich. Da wäre zunächst die Elvis-Nummer Fever, oft gehört, oft gesungen. Ich will mich nicht dazu versteigen, dass Marla Glen es schafft, diesem Evergreen neue Seiten abzutrotzen – doch hörenswert ist ihre Interpretation allemal. Und dann ist da noch Your Song. Diese 1970 von Elton John geschriebene Folk-Jazz-Liebeserklärung berührt durch Marla Glens Interpretation mehr denn je, geht unter die Haut und stimmt gleichzeitig versöhnlich.

Wenn Humanology so etwas wie die Essenz der Karriere von Marla Glen darstellt – denn ich möchte hier weder von einem Comeback noch von einem Alterswerk sprechen –, dann entlässt es uns mit einem positiven Ausblick auf alles, was noch folgen soll. Oder, um es mit den Worten der Glen zu sagen: Don’t keep me from going on.

Diese Rezension habe ich im April zum Erscheinen des neuen Albums von Blues-Sängerin Marla Glen für fairaudio.de geschrieben. Jetzt hat mir die gebürtige Chicagoerin mit deutscher Wahlheimat per E-Mail all jene Fragen, die damals noch offen geblieben sind, beantwortet. Und da wir so höflich sind, hat sich jede in der Muttersprache der jeweils anderen ausgedrückt …

Klangverführer: Humanology is the science of understanding human nature. Why did you decide to call your new album Humanology, even if no song on it is named like this?

Marla Glen: Weil ich versuche, die Menschen zu verstehen mit all ihren Eigenarten, und auch ich bin auf der Suche nach mir selbst mit meinen Eigenarten. I‘m a man of 51, da macht man sich automatisch Gedanken über die Menschen und sich selbst.

A lot of critics call your new album a comeback. Would you yourself call Humanology a comeback or is it just the next logical step in your career?

Es ist kein wirkliches Comeback, da ich nie wirklich weg war. Ich war lediglich weniger aktiv. Wenn die Leute von einem Comeback reden dann interpretier ich das so, dass die Menschen mein Album mögen und damit sagen, dass ich zu meiner alten Form gefunden habe.

What would you say has changed on your new album compared to its predecessors, musically speaking? Or would you rather say it continues your musical path?

Das Album Humanology ist näher bei mir als die alten Alben. Es kommt aus meiner tiefen Seele heraus. Wenn Sie möchten, ist es eine logische Weiterentwicklung meines künstlerischen Schaffens. Für mich sind es einfach die Songs, die der liebe Gott mir geschenkt hat. Und deshalb sind die Songs näher bei mir.

One of my favourite songs on Humanology is Maddy & Johnny. Is there a song that you hold especially near and dear?

Ich habe alle Songs lieb, da sie alle aus meinen Herzen kommen. White roses for my mother ist eine Liebeserklärung an meine verstorbene Mutter und ist deshalb ein sehr emotionaler Song. Besonders stolz bin ich auf das Duett mit Xavier Naidoo mit dem Titel Believer. Auch Daddy, Run & Hide und Garden of Desire kommen tief aus meinem Herzen und stehen mir sehr nahe.

You re-recorded your probably biggest hit Believer as a duet with Xavier Naidoo. How did this collaboration come into existence?

Believer wird im Jahre 2011 18 Jahre alt, also volljährig. Zur Feier der Volljährigkeit fand ich, dass man den Titel mit einem besonderen Believer noch mal neu interpretieren sollte. Zum Glück hat Xavier bestätigt. Xavier hat einen super Job gemacht. Danke an XN von MG.

Fever is one of the most covered songs of the world, and there are a lot of different versions of Your Song as well. What made you add your personal interpretation?

Weil ich Elton John sehr mag und ich habe Fever jeden Tag. I’m burning.

There are a lot of pictures of your with your poodle Buffy – he (or she?) even made it on one of your current press photos. Buffy joins you on press conferences and sometimes even on stage. Since the mascot of my blog is also a dog, I am especially curious to learn more about Buffy. Is there anything you can tell my blog readers about him (or her)?

Buffy ist meine kleine Lady and she is a rapper. Ich liebe Hunde. Hunde sind sehr inspirierend mit ihrer Natürlichkeit, mit ihrer Ursprünglichkeit. Jeder sollte einen Hund haben. Wer mit Hunden gut umgeht ist kein schlechter Mensch. Buffy beruhigt mich und bringt mich zum Lachen. She is my little rapper from the west cost. You know.

22. Juni 2011

Manchmal zwischen den Stühlen: Jeanette Hubert & Catrien Stremme

Filed under: Klangblog — Schlagwörter: , , , — VSz | Klangverführer @ 10:56

Pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang – Germanophile und andere nordisch angehauchte Gestalten mögen diesen Tag auch als Mittsommerfest oder Sommersonnenwende bezeichnen – findet alljährlich die Fête de la Musique statt. Unter dem Motto „umsonst und draußen“ spielen bereits seit 1995 hunderte Musiker und Bands an diesem Tag auch in Berlin. Klangverführer hat die Gelegenheit genutzt, mit Kopfhörerhund im Schlepptau seiner alten Heimat Charlottenburg einen Besuch abzustatten – und im Café Theater Schalotte einer jungen Künstlerin zuzuhören, die Anfang nächsten Jahres ihr Debütalbum auf unserem kleinen Lieblingslabel Ozella, genauer: bei Ozella Songways, herausbringen wird, wo sie sich mit der handgemachten Musik von Stephan Scheuss oder Mara & David in exquisiter Gesellschaft befindet. Ich nutze die Gelegenheit und schaue bei meiner alten Wohnung vorbei, und ja, es gibt schon einen Stich ins Herz, hinter den vertrauten Fenstern, wo ich lange Jahre sehr glücklich war, fremde Gardinen hängen zu sehen. Weißensee kann nichts dafür, aber es wird nie das sein, was Charlottenburg nach wie vor ist: (m)ein Zuhause.

Viel Zeit, sich diesen Reminiszenzen hinzugeben, bleibt jedoch nicht, denn schließlich sind wir ja hier, um Jeanette Hubert zu treffen. Die ist heute Abend in Begleitung ihrer Schlagzeugerin Catrien Stremme angereist. Stimme im Duo mit Rhythmusinstrument habe ich persönlich schon immer für eine der spannendsten Kombinationen gehalten, die es gibt – man denke hier nur an Acts wie Beady Belle, FrauContrabass oder Beauty & the Bass. Okay, Jeanette Hubert hat auch noch eine Gitarre dabei. Der Spannung tut dies indessen keinen Abbruch.

Und dann geht es auch schon los, denn mehr als einen Barhocker, ihre eingestöpselte Gitarre und ein Mikro benötigt die Sängerin nicht, um startklar
zu sein. Eröffnet wird das gut 30-minütige Set mit dem samtweichen, aber dennoch ausnehmend groovigem Besenschlagzeugsong Honeypie Baby, der sofort für gute Sommerlaune sorgt. Der zweite Song On The Run ist der Titeltrack des kommenden Albums – einen kleinen Eindruck gibt es hier:

Jeanette Hubert kann aber nicht nur leicht und verspielt, sondern auch ungeheuer poetisch. A Ballad For You ist mit feinsinnig-melancholischen Zeilen wie

    I remember you singing rock songs/with your headphones on

oder

    Stroking wasn’t one of your favorite things do do …

ein wunderschöner Song! Bei Always Perfect gibt es schon etwas mehr Bass auf der Gitarre, um mit Armoured Glass wieder bei einer bezaubernd ätherischen Ballade anzukommen. Armoured Glass ist ein Stück darüber, dass manche Herzen hinter Panzerglas verborgen sind – und dass das nicht sein müsste. Es ist ein stiller Song, viel zu still für ein Kneipenkonzert, wo es allein von den Geräuschen am Tresen überlagert wird. Wer aber genau hinhört, kann auch hier wieder die zarte Poesie der Jeanette Hubert entdecken: No one can cause you a miracle, heißt es hier.

Auf rätselhafte Weise verhält es sich mit Jeanette Hubert so wie mit dem Norweger Thomas Dybdahl, dessen Songs ich gerade für fairaudio rezensiere: Sie hat zu viel Groove, um Singer/Songwriter zu sein, zu viel Jazz, um Pop zu sein, ist aber auch zu eingänglich, um Jazz zu sein – das ist Musik zwischen den Stühlen, aber auf sehr angenehme Art und Weise. Als hätte man von jedem dieser Genres das Beste genommen und miteinander verquickt. Passend zu diesen Genre-sprengenden Überlegungen kündigt Hubert nun den „Rocksong“ des Abends an, Frame, der mit einem sympathischen Verspieler beginnt. Der Kapodaster klemmt noch auf dem Bund des vorigen Songs … Immer schön, wenn jemand so etwas charmant lösen kann! Kopfhörerhund jedenfalls findet, dass Framed dann doch zu sehr am Bauch kribbelt, und will das Weite suchen. Allerdings hätte sie dann My Favorite Story verpasst, eine zauberhafte Ballade, deren Text von Schlagzeugerin Catrien Stremme stammt:

Nach dem Frühlingslied Warm Gun, dessen Titel eine Anspielung auf die Beatles-Zeile „Love is a warm gun“ ist, verabschieden sich Hubert und Stremme mit dem wieder sehr groovigen See Me.

Im Anschluss an das Konzert habe ich Gelegenheit, die beiden Musikerinnen zu einem kleinen Straßen-Interview abzupassen.


Jeanette Hubert & Catrien Stremme, im Hintergrund das Café Theater Schalotte, im Vordergrund Kopfhörerhund mit reflektierendem Geschirr

 

Das Klangverführer-5-Minuten-Interview

Klangverführer: Während des ganzes Konzertes hatte ich sehr angenehme musikalische Erinnerungen im Hinterkopf, konnte ihrer aber nicht ganz habhaft werden. Woran erinnern mich Deine Songs, oder, anders gefragt: Was würdest Du sagen, sind Deine größten musikalischen Einflüsse?

Jeanette Hubert: Ich würde sagen, meine größten Einflüsse sind wahrscheinlich … die Beatles, Ani DiFranco … und von ganz früher auch noch Queen. Wobei ich ganz wenig Musik höre.

Immer schon wenig Musik gehört hast oder erst, seitdem Du selbst professionell Musik machst?

Ja, vielleicht, seitdem. Ich höre Musik phasenweise. Also, jetzt gerade vor zwei Jahren hatte ich so eine Feist-Phase, da habe ich alle Feist-Alben hoch und runter gehört. Und die Ani Di Franco-Phase gab es so vor fünf Jahren. Ich finde sie immer noch toll – es gibt auch sehr viele tolle Musiker und Bands, so ist es ja nicht. Es ist wahrscheinlich eher so eine Zeitsache und dass man selber Musik macht … dadurch hört man eben weniger.

Wo Du in bester Gesellschaft bist mit Sting – der soll auch mal gesagt haben, dass er keine Musik mehr hört, seitdem er professioneller Musiker ist!

Aber im Prinzip beeinflusst einen ja alles und jeder, nicht nur Musik!

Die Beatles und Queen – das ist ungewöhnlich für jemanden in Deinem Alter. Hat das was mit Deiner Kindheit zu tun, haben Deine Eltern diese Musik gehört?

Nein, eigentlich nicht. Also, meine Mutter hat viel Queen gehört, aber sonst eigentlich nicht.

Wenn Du mal nicht in Einflüssen, sondern in Genres denken müsstest – wie würdest Du Deine Musik am ehesten beschreiben?

Also, ich sage immer, der Überbegriff ist Pop. Singer/Songwriter, Akustik-Pop. Und dann gibt es irgendwie Jazz-Einflüsse … Aber wenn ich das Jazzern gegenüber erwähne, sagen die: „Kein Stück!“ Und andersrum, wenn ich Leuten aus der Pop-Szene sage, ich mache Popmusik, sagen die: „Das klingt aber voll jazzig!“ Also, es ist … ich finde es super schwierig.

Sozusagen zwischen den Stühlen …

Ja.

Fühlst Du Dich auch so mit Deiner Musik?

(Lacht) Ja … doch. Naja … manchmal. Eigentlich … nein.

Mit poppigem Singersongwriterjazz bist Du bei Ozella Songways, wo Dein Album erscheinen wird, ja goldrichtig. Wie ist es denn zu der Zusammenarbeit mit Ozella gekommen, beziehungsweise: Weshalb hast Du Dir gerade Ozella als Label für Dein Debüt ausgesucht?

Das ist totaler Zufall! Ich habe ungefähr zwanzig Labels angeschrieben, auch größere. Ganz viele haben geantwortet, dass sie entweder gerade nicht auf der Suche sind, ganz viele wollen nur deutsch-sprachige Musik machen … Jedenfalls habe ich fast nur Ablehnungen erhalten, bis auf zwei oder drei. Aber dann … Catrien hat ein Schlagzeugbuch veröffentlicht und ist deswegen zur Frankfurter Musikmesse gefahren. Ich bin als Begleitung mitgefahren, nicht in meiner Eigenschaft als Sängerin, sondern einfach, um mal zu gucken – ich war da noch nie! Ich habe ein paar CDs eingesteckt, einfach so. Denn bei der Messe geht es ja um Musikinstrumente, Noten und so weiter, eigentlich sind da ja keine Labels. Es war dann aber doch ein Label da, nämlich Ozella, das sich dort im Rahmen eines Labelverbundes an einem Stand präsentierte. Ja, und dann habe ich dem Dagobert (Böhm, Gründer und Inhaber von Ozella Music, Anmerkung der Autorin) ’ne CD in die Hand gedrückt, und ich glaube, schon einen oder zwei Tage später hat er sich gemeldet – und fand das gut.

Und Dir sozusagen postwendend den Vertrag geschickt …

Sozusagen.

Ihr zwei, habt Ihr schon früher zusammengespielt, oder seid Ihr erst für dieses Projekt zusammengekommen?

Nö, wir spielen schon lange zusammen. Warte mal … seit 2003. Also immer mal wieder, mit Pausen.

Die auf dem Flyer für heute Abend angekündigte Jeanette Hubert Band – ist das ein Duo oder gibt es da noch weitere Musiker?

Oh, es gibt viele tolle Musiker, mit denen wir gerne zusammenspielen … Das hängt leider immer davon ab, wieviel der Veranstalter bereit ist zu zahlen.

Das heißt aber, ihr seid schon der Kern der Band und die Songs, die entstehen zwischen Euch beiden? Es gab in dem Set heute ja ein Stück, wo Catrien den Text beigesteuert hat …

Catrien: Also, eigentlich ist es nur Jeanette.

Jeanette: Catrien schreibt halt Texte. Und manchmal … wenn da gerade so ein Text von ihr auf dem Tisch liegt … und ich kreativ bin … dann verwende ich den.

Catrien, Du schreibst ja nicht nur Texte, sondern hast bei Schott Music sogar ein ganzes Buch veröffentlicht. Ist es ein didaktisches?

Ja, es ist ein Basis-Workshop für Anfänger. Der ist daraus entstanden, dass ich sehr viel unterrichtet habe.

Wie haben Deine Schüler denn auf eine SchlagzeuglehrerIN reagiert? Ich finde es ja immer toll – weil leider immer noch sehr selten -, wenn ein Mädchen ein Rhythmusinstrument spielt. Hast oder hattest Du da auch mit Vorurteilen zu kämpfen?

Catrien: Ja, klar, die Vorurteile gibt’s. Die kann das ja gar nicht so richtig können, denken viele Leute immer noch.

Jeanette: Jetzt haben wir aber auch eine Frage an Dich. Das war total spontan, dass Du hierher gekommen bist um uns zu sehen, oder?

Ja, das stimmt. Ich war eine Weile krank und hänge entsprechend mit meinen Rezensionen hinterher. Eine der CDs, die ich gerade rezensiere, kommt von Ozella. Da habe ich heute den Dagobert angerufen, ob es einen aktuellen Aufhänger für meine Rezension gibt. Und er meinte, er wäre heute beinahe in Berlin gewesen, weil da die junge Sängerin, von der er mir bei seinem letzten Besuch erzählt hatte, spielen würde. Ob ich da nicht hingehen wolle? Ich habe gemeint, dass ich eigentlich keine Zeit hätte. Dann habe ich aber doch mal auf die Seite vom Café Theater Schalotte geschaut und bin von dort auf Deine Homepage geleitet worden. Ich habe mir die Demos angehört und fand das interessant. Jedenfalls habe ich noch einmal Dagobert angerufen und gesagt, ich hätte es mir überlegt – ich würde Euch doch gern spielen hören. Und es hat sich definitiv gelohnt!

15. Juni 2011

Popmusik & Hundezucht*: die schönsten Hundeplattencover

Filed under: Klangblog — Schlagwörter: , — VSz | Klangverführer @ 07:57

Anlässlich der gerade veröffentlichten zweiten Vorab-Single des am 30. August bei Pompeii Records erscheinenden neuen Beirut-Albums The Rip Tide, das neben gewohnt großartigem Indie-Balkan-Folk von Zachary Condon auch durch eine Beagle-Meute auf dem Cover besticht, gibt es hier nun endlich die lang versprochene Fotogalerie der schönsten Hundeplattencover.
Edit (6. April 2016): Im Laufe der Jahre hat sie sich zu einer Sammlung aller Hundeplattencover überhaupt gemausert und freut sich immer über Ergänzungen – siehe Punkt 7.

 

1. Die zehn Schönsten


Ja, okay: das hier ist eindeutig ein Wolf. Aber ein Wolf ist schließlich auch irgendwo
nur Hund. Und schön ist er allemal.

 

2. Die Ästheten

 

3. Die Damen

 

4. Die Bad Boys

Irgendetwas scheine ich falsch verstanden zu haben. Alle Hunde von Kopfhörererhunds Rasse kommen mit abgeschnittenen Ohren auf HipHop-Platten-Cover. Kopfhörerhund liegt bei mir im Körbchen, sabbert und pupst friedlich vor sich hin. Und ihre Ohren hat sie auch noch ….

 

5. Die Gemalten


Alice In Chains, Alice In Chains

 

6. Die Lustigen

 

7. Die Nachzügler – to be continued


Rückseite des Debütalbums „Water the Flowers“ (2006) vom Darmstädter NuJazz-Duo Nekta


Ohne Hund geht es auch auf Nektas Nachfolgealbum „Storybook“ (2009) nicht


Zählt dieses Balkan Beat Box-Cover auch?


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* Fehlfarben, 1995

7. Juni 2011

Bellen und Miauen im Postbahnhof – und mittendrin ein Regenschirm, -irm, -irm

Filed under: Klangblog — Schlagwörter: , — VSz | Klangverführer @ 19:49

Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Konzert in den FritzClub im Postbahnhof verlegt – und der bietet immerhin bis zu 1200 Besuchern Platz. So viele sind dann zwar nicht gekommen, aber voll ist es doch, als Yael Naim um 21:05 Uhr die Bühne betritt und den Abend als storytelling, pianoplaying fräulein mit My Dreams eröffnet.

Besonders freue ich mich auf den zweiten Song des Abends: auf Yael Naims Version von Rihannas Umbrella. Schließlich hat sie im Klangverführer-Interview im April versprochen, ihn zu spielen. Ihr geniales Toxic noch im Hinterkopf, bin ich seitdem gespannt darauf, auch diesen Pop-Ohrwurm endlich naimisiert zu hören – und werde nicht enttäuscht. Wenn auch komplett anders als bei Toxic gelingt es Yael Naim, den Song bis zur Unkenntlichkeit zu verfremden und sich gleichzeitig zu eigen zu machen. Konnte ich Umbrella im Original nie leiden, wird er mir in Yael Naims Version auch tags darauf nicht aus dem Kopf gehen. Nicht zuletzt kommt schon hier der „Annett-Louisan-Effekt“ zum Tragen: Sängerinnen, die auf ihren Alben eine aus stilistischen Gründen eher zurückhaltende Vokalperformance hinlegen, entpuppen sich live als Besitzerinnen von wahren Chaka-Khan-Stimmen. Erstaunlich. Wer das im Falle von Yael Naim nicht glaubt, sehe sich bitte mal Minute 3:26 bis 3:33 an.

Come Home, die Single des aktuellen Albums, wird dem Berliner Publikum mit einem gutgelaunten David Donatien am Bass-Cajon im Happy-Go-Lucky-Arrangement mit Twist-Einlage präsentiert und gerät wie Händels Messias in der Quincy-Jones-Bearbeitung zu einer „Soulful Celebration“ mit dem Publikum als Gospelchorersatz – klar, dass Naim die Zuhörer spätestens jetzt vollends auf ihrer Seite hat, denn auch hier bewährt sich die alte Bühnenweisheit, dass das Publikum jene Stücke am meisten liebt, bei denen es mitmachen darf!


Allein beim Anblick der Lurex-Socken und wollenen Pulswärmer gerät man ins Schwitzen

Die nächste Nummer, Never Change, wird nicht nur von Naims Gitarristen mit einem klassischen Bluegrass-Intro eröffnet – auch die Sängerin selbst greift zur Gitarre und gibt überzeugend die Country-Bardin. She Was A Boy wiederum besticht – nicht zuletzt dank des schmachtenden Akkordeons – durch sein Pariser Flair mit orientalischen Anklängen. Auch die auf einem Barhocker vorgetragene Nummer Paris, der erste Song des Abends, der von Yael Naims 2008er-Album stammt, bleibt der französischen Leichtigkeit treu. Fast könnte man ihn als klassisches Chanson bezeichnen – wäre da nicht der hebräische Text.

Während sich die Band zurückzieht, intoniert Yael Naim solo am Roland Today, die Mörderballade des aktuellen Albums. Auch ihr 2008er-Album hatte mit Lonely seine ganz eigene Mörderballade – eine tragischer als die andere, was Naim sehr bewusst ist. „Don’t worry“, ruft sie in die Menge, „it will not be sad like this all the time“. Erst einmal aber kämpft der Bühnentonmann auf ziemlich verlassenem Posten mit einer fiesen Rückkopplung, die leider bis zum Konzertende nicht vollständig in den Griff gekriegt wurde. Dann aber hat der Bassist bei I Try Hard seinen großen, weil songtragenden Moment – ganz im Gegensatz zur Album-Version, wo die Nummer eher ruhig vor sich hinplätschert, verfeinert lediglich von ein paar Streichern. Im Live-Arrangement entpuppen sich Naims Songs aber allesamt als wahre Kracher; und wer nur wegen des zarten, plätschernden Albums gekommen ist, soll sich schon bald umgucken!

Die Live-Version von Go To The River beweist, dass ich mit meiner in der fairaudio-Rezension aufgestellten Behauptung nicht ganz Unrecht hatte: Dieser Song mit seinem treibenden „Go go go with the river flow“ ist eine Art Pump It Up für Intellektuelle; und auch Yael Naim kickt ihre Pumps weg.


Mit dem Pumps fallen auch die Haare …

Und wo sie schon einmal so schön am Rocken ist, macht Yael Naim aus Mystical Love ein klatsch-stampfendes We Will Rock You mit russischem Männerchor, das sich mit der Zeit unter Zuhilfenahme von zwei elektrischen Gitarren und vollem Körpereinsatz am Schlagzeug in eine krasse Hardrock-nummer ziemlich dicht an der Grenze zu Heavy Metal wandelt. Und wieder gucken die Plattenkäufer, die das Album in der Adult Contemporary-Ecke entdeckt haben und sich schon an einer ‚zweiten Norah Jones‘ erfreuten, ziemlich dumm aus der Wäsche. Der Gitarrist lässt es sich inzwischen nicht nehmen, den Eddi van Halen zu geben; und Naim selbst erweist sich als formidabler Shouter. Das Publikum tobt.

Auch bei Stupid Goal bleibt man im Metal-Modus – zumindest, was den Gitarristen betrifft. Und je mehr auf der Bühne gezappelt wird, desto augenfälliger ein sympathischer Anachronismus: Alle Mikros und Instrumente hängen noch an Stolperfallenkabeln. Nix mit Wireless, das ist schön! Schön ist auch, wie Stupid Goal zum Virtuosenstück gerät, an dessen Ende selbst die vor Energie berstende Sängerin fix und fertig und komplett außer Puste ist.

Sie sammelt sich bei einer Piano Interlude, die Atmen erst einmal obsolet macht, sich dann aber langsam zu Man of another Woman entwickelt, welches hier allerdings mit dem Text „man from another woman“ gesungen wird und so dem Ganzen noch einmal ein Mehr an Bedeutungsschärfe gibt. Yael Naims musikalischer Partner, der von Martinique stammende David Donatien, spielt die Hi-Hats mit bloßen Händen, als wären es Percussions, was einen großartig gedämpften Effekt hervorbringt. Nichtsdestotrotz glaube ich immer noch, in der zugrunde liegenden Rhythmusstruktur eine Bessarabische Hora zu hören – aber ich kann mich da auch irren.

Auf Game Is Over gibt es wieder ein bisschen Juke-Joint-Honky-Tonk-Klavier, das sich mit einer Elektromandoline paart. Und als Vokalistin beweist Yael Naim hier wieder einmal, dass sie glaszerberstende Höhen zu erreichen spielerisch in der Lage ist, ohne es nötig zu haben, eine Ich-habe-vier-Oktaven-Mariah-Carey-Show daraus zu machen. Wer sie als Sängerin aufgrund ihrer Platten bislang nicht ernst genommen hat, wird live in jedem Falle eines Besseren belehrt.

Von Find Us kursieren viele Ton- und Videomitschnitte im Netz, vor allem von der Ukulelen-Session. Auf ein Album scheint es dieser live schon lange gespielte Song bislang indessen (noch) nicht geschafft zu haben – schade eigentlich, denn Find Us ist ein schwingendes Ding, das mich an die russischen Elemente etwa bei Regina Spektor oder den Tiger Lillies erinnert, und spätestens beim furiosen Finale hat Yael Naim auch den Kritiker zum Rocken gebracht. Und gerade bei diesem Song, wo man die Musikerin in die Tasten greifen sieht, als gäbe es kein Morgen, versteht man auch, weshalb sie schon im zarten Alter von 18 Jahren mit einer Jazzgröße wie Wynton Marsalis auf der Bühne stehen konnte: Weil Yael Naim ein ungeheures musikalisches Talent besitzt, das sie auf ihren Platten im Sinne des Understatements eher verbirgt.

Der fünfzehnte Song des Abends findet sich auf keiner Setlist, denn er dient dazu, die ausufernd solierenden Musiker vorzustellen – ein Text oder Titel sind nicht erkennbar (auch Naim bedient sich ausschließlich nicht-bedeutungstragender Scat-Silben), weshalb wir ihn einfach das französische Ukulelen-Tambourin-Lied nennen wollen. Hier stellt sich heraus, dass der Keyboarder von Yael Naim nicht nur Akkordeon spielen kann, sondern sich auch noch ein eigenes Schlagzeug mitgebracht hat.

Offiziell ist der Abend nach dieser Nummer zu Ende, aber – na klar – es werden noch Zugaben fällig, und zwar in einem intimen Wohnzimmerrahmen. Die Stagehands bauen einen Miniflügel und Xylophone auf, denn NATÜRLICH spielt sie IHN noch. Erst einmal aber kommt Puppet, und ich selbst komme nicht umhin, wieder einmal die Freuden des Bloggertums zu preisen: Während die Kollegen der Tagespresse eingedenk des Redaktionsschlusses schon längst verschwunden sind, nachdem sie ihre Bilder im Kasten hatten, darf ich erleben, wie Naim und ihre Musiker hier schönen Unsinn machen, und auch das Publikum wird zum wechselweisen Bellen und Miauen aufgefordert.

Und dann kommt endlich der Song, auf den alle gewartet haben und den auch diejenigen kennen, die mit dem Namen Yael Naim ansonsten nichts anzufangen wissen: New Soul, das Lied aus der Apple-Werbung, trickreich angekündigt als Song, den sie erst kürzlich geschrieben hätte und der ganz neu sei … Und tatsächlich hat es auch ein paar Takte gedauert, aus dem neuen Arrangement den alten Hit herauszuhören, so sehr wurde er verändert.


Nein, das „Wuff“ bei 2:56 war nicht Kopfhörerhund!

Persönlich gefällt mir diese Version nicht besonders, aber vermutlich ist das komplette Um-Arrangieren von Zeit zu Zeit die einzige Überlebenschance für Musiker, die DIESEN EINEN Song im Repertoire haben, den alle immer wieder hören wollen und den sie wohl bis zu ihrem Lebensende spielen müssen. Auf jeden Fall kann man sich dank dieses Arrangements vorstellen, wie Yael Naims Songs im heimischen Wohnzimmer entstehen, mit den um Miniaturinstrumente versammelten Musikern. New Soul jedenfalls gelingt es, die Energien des jubelnden Publikums geschickt herunterzufahren – und eigentlich müsste der Abend jetzt beendet sein.

Ist er aber nicht, denn Yael Naim und ihre Mannen setzen mit dem ironischen Britney-Spears-Cover Toxic noch einen drauf. Noch einmal wird nach einem verhaltenen Anfang ein fernes Echo des Schwermetalls ausgepackt, und das vorhin auf ein friedliches Nachhausegeh-Level heruntergefahrene Publikum wieder entsprechend aufgepeitscht. So hat sich das Britney Spears sicherlich nicht vorgestellt!

Dramaturgisch vielleicht nicht die schlaueste Entscheidung, denn hiernach gibt es allen Zugabe-Rufen zum Trotz keinen weiteren Song. Dafür aber hat die Menge jetzt genügend Energie, den Kampf mit den Naturgewalten aufzunehmen und sich durch das herunterprasselnde Unwetter auf den Heimweg zu machen. Es ist 22:50 Uhr, Yael Naim hat eine Stunde und fünfundvierzig Minuten gespielt, dabei bis auf If I Lost The Best Thing, der ursprünglich laut Set-List anstelle von Toxic als letzte Zugabe geplant war, alle Songs von ihrem aktuellen Album gespielt, dazu zwei des alten Albums und drei weitere Songs. Wer eine Karte gekauft hat, kann sich wirklich nicht beschweren, für sein Geld zu wenig geboten bekommen zu haben! Ich jedenfalls fühle mich wie nach einem Langstreckenlauf: durchgeschwitzt, vollkommen erledigt – aber sehr glücklich. Und ich glaube, den anderen Menschen im Publikum geht es ähnlich.

3. Juni 2011

Nicht Strandbar-Soundtrack, sondern Kunstwerk: Susanne Sundfør bei Victoriah’s Music

Filed under: Klangblog — Schlagwörter: , — VSz | Klangverführer @ 15:29

Nicht nur, dass Kopfhörerhund vorgestern einen herrlichen Geburtstagstag inklusive Katze-Verjagen erleben dufte; nicht nur, dass die großartigen Schmittkelieder mittlerweile bei Soundcloud zum Download bereitstehen; nicht nur, dass meine Mutter das Geheimnis der überproportionalen Menge an guter Musik aus Norwegen ganz en passant gelöst hat („Ist doch ganz klar: Da wird es immer schon so früh dunkel, die können doch gar nichts anderes machen, als sich um ihre Musik zu kümmern, zu üben und immer besser zu werden“), nein, obendrein ist auch noch Victoriah’s Music mit der Platte des Monats bei fairaudio.de online, von der Redaktion mit dem schönen Titel In zweiter Linie weiblich versehen. Und die kommt, ganz klar, auch aus Norwegen.

„Bewusst wahrgenommen habe ich Susanne Sundførs Stimme zum ersten Mal auf dem im Februar bei Warner Norway erschienenen Album First Night On Earth (Haben Sie nicht? Brauchen Sie unbedingt! Super Platte!) des norwegischen Folk-Pop-Quintetts Real Ones. Dass die Sängerin und Pianistin schon 2007 mit ihrem selbstbetitelten Debüt und 2008 mit Take One zwei Achtungserfolge vorgelegt hatte, war mir vollkommen entgangen. Dabei gab es damals ja diesen Skandal, der von der Musikpresse auch jenseits der Landesgrenzen aufgegriffen wurde: Für ihr Debüt Susanne Sundfør gewann die damals 21-Jährige den Norwegischen Grammy „Spellemanprisen“ in der Kategorie „bester weiblicher Künstler“. Mit der Rede, in der sie den Preis verweigerte, löste sie eine landesweite Diskussion aus, indem sie betonte, sie sei in erster Linie Künstler und erst in zweiter Linie weiblich. Nun legt sie mit The Brothel nach – ihrer ersten Platte, die auch außerhalb Skandinaviens veröffentlicht wird …“ Weiterlesen? Wie immer auf fairaudio.de

Susanne Sundfør im Klangverführer-Interview gibt es hier.

1. Juni 2011

Happy Birthday, Kopfhörerhund!

Filed under: Klangblog — Schlagwörter: — VSz | Klangverführer @ 05:13

„Heute habe ich Geburtstag, und deshalb darf ich mal wieder selbst zu Wort kommen. Ich werde dreizehn Jahre alt. Vermutlich bin ich schon ein paar Wochen oder sogar Monate älter, so genau weiß das niemand. Aber irgendeinen Geburtstag musste man doch festsetzen! Das Tierheim, woher ich komme, hat mich auf Juni ’98 geschätzt. Na, und da direkt am 1. Juni nicht nur Weltkindertag ist (und bekanntlich haben andere Hunde Frauchen, während ich eine Mama habe!), sondern auch der Vater meiner Menschin und mein goßes Idol Marilyn Monroe Geburtstag haben, haben wir uns für dieses Datum entschieden.


Sind wir nicht alle ein bisschen Marilyn?

Jedenfalls möchte ich mein Motto für das kommende Jahr mit Euch allen teilen:

    Lieber den Keks aus der Hand
    als den Knochen in der Pfote!

 


Beides geht natürlich auch …

In diesem Sinne: Euer Kopfhörerhund

P.S.: Beinahe hätte mir ja Stephan Scheuss im Schlot ein Geburtstagsständchen gesungen. Ich stand schon auf der Gästeliste, echt wahr! Leider musste er seine Berlin-Termine absagen. Na, gehe ich eben zu meinem Menschenopa in den Garten feiern. Immerhin hat der mir einen gaaaanz tollen Gutschein über eine Hundemassage geschenkt, zusammen mit der Menschenoma. Außerdem kann ich in dem Garten immer so schön Löcher buddeln und heimlich ein bisschen von dem Blaukorn fressen …“

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