15. Oktober 2010

Berlin, Du bist so wunderbar!

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Gestern Abend hatte ich hundefrei und so die Gelegenheit, anstatt zur Tagesmutter zu rennen, um Kopfhörerhund abzuholen, bei einem Spaziergang vom Gendarmenmarkt über die Friedrichstraße zum Alexanderplatz meine schöne Stadt im Scheine des diesjährigen Festival of Lights zu bewundern. Ach, Berlin!


Deutscher und französischer Dom auf dem Gendarmenmarkt: Welcher ist eigentlich welcher?


Ein Laden, schon allein ob seines Namens einen Besuch wert


Dom


Und mein treuer Freund seit Kindheitstagen

3. Juli 2010

Hundstage oder
„36 Grad und es wird noch heißer …“

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… mach den Beat nie wieder leiser/36 Grad kein Ventilator/ das Leben
kommt mir gar nicht hart vor …“ Der Sommerhit von 2Raumwohnung, Erstveröffentlichung 2007, erlebt dieser Tage sein drittes Comeback und steigt ganz von selbst wieder in die Top 100 der Media Control Charts ein. Schon hört man Vergleiche mit Wham’s Last Christmas – und das mitten im Sommer … „Wenn 36grad sich zum immer wiederkehrenden Sommer-Hit hochstpielt, ist das fantastisch“, so seine Schöpfer Inga Humpe und Tommi Eckart. „Ein Musik-Voodoo, der sich von ganz allein ausbreitet, sobald die Hitze richtig wild wird.“

Fakt ist: Heute ist der voraussichtlich wärmste Tag des Jahres. 37 Grad! Und 2Raumwohnung sind nicht die Einzigen, die den Über-Sommer in Berlin besungen haben. Mit einem Mal wird dem Hauptstadtbewohner nämlich klar, was Peter Fox meinte, als er sang, seine Stadt habe Fieber:

Meine Stadt hat Fieber, sie tropft und klebt!
wir haben schwere Glieder, der Kopf tut weh!
wir sind wie ’n alter Hund der grad noch steht,
wir ham’s verzockt, verbockt, der Doktor kommt zu spät!

Dickes B. an der Spree,
der Winter tut gut, der Sommer tut weh.
Sonne knallt, die Mülltonnen qualmen,
unter den Linden heißt unter den Palmen.

die Luft steht, über mir schwebt der Smog,
ich bin Krebs, werd lebend gekocht.
meine Gegend: ein Sumpf, ein schäbiges Loch,
wenn es regnet verbinden Stege die Blocks.

ich geh zur Post, mit Machete.
Verwandte aus Schweden schicken Care-Pakete.
Vorräte kosten Endknete
ich klau meiner Katze die letzte Gräte.

meine Fresse glänzt, bin durchnässt,
kämpf mich zum Kühlschrank, hol ’n freshes Hemd.
brauch kein Testament, der Westen pennt,
bis der ganze verpestete Hexenkessel brennt!


Palmen unter den Linden? Nun, zumindest Palmen am Alexanderplatz.
Und nein, das ist keine Fotomontage.

 

Auch Kopfhörerhund leidet. So sehr, dass er sich vor lauter Hitze übergibt. Nun wartet er, eingewickelt in ein feuchtes Handtuch und alle Viere von sich gestreckt, auf den Abend, der ein bisschen Erleichterung bringt.

Aber auch nur ein bisschen.

Kein Wetter für einen alten Hund!

12. März 2010

Ein Freitagabendspaziergang durch Berlin-Mitte

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Zum Start eine kleine Stärkung im Alten Europa in der Gipsstraße,
wo der letzte einsame Stuhl auf einen Gast wartet

Freitagabend vor der Neuen Synagoge. Irgendein Spaßvogel hat
einem der Poller eine Kippah aufgesetzt …

Und dann steht plötzlich ein Klavier mitten auf freier Flur!

Vernissage. Der kleine Galerie-Hund wäre sicher gern woanders!

Auf einmal ist alles rot! Es regnet. Fußspuren weisen den Weg.
Wer weiß, wo das ist, schickt mit Angabe seiner bevorzugten Musik-
richtung eine Mail an kontakt@klangverfuehrer.de – richtige Antworten werden mit einer zufällig ausgewählten CD aus der Klangverführer-Rezensionsexemplarkiste belohnt. Viel Spaß!

9. Januar 2010

Peter Fox ist „Berliner des Jahres“

Filed under: Klangblog — Schlagwörter: — VSz | Klangverführer @ 10:00

Jedes Jahr wählen die Leser der Berliner Morgenpost und die Hörer von 104.6 RTL eine herausragende Persönlichkeit unserer schönen Stadt
zum „Berliner des Jahres“. Für 2009 fiel sie überraschend auf Peter Fox,
den Mann, der der Hauptstadt mit Schwarz zu blau („Guten Morgen, Berlin,
Du kannst so hässlich sein, so dreckig und grau, du kannst so schön schrecklich sein, deine Nächte fressen mich auf“) nicht nur eine Berlin-typische Hass-Liebeserklärung machte, sondern ihr zu ihrer neuen, wenn auch inoffiziellen, Hymne verhalf, die die bisherige von Kaiserbase
(Berlin, du bist so wunderbar) ablöst.

Schon als Frontmann des Dancehall-Kollektivs Seeed machte sich der 1971 als Pierre Baigorry Geborene wortgewaltig um das Dicke B verdient: Gleich auf deren erstem Album New Dubby Conquerors wurde der Hauptstadt auf speziell Fox’sche Weise gehuldigt: „Dickes B, Home an der Spree/im Sommer tust du gut und im Winter tut´s weh/Mama-Berlin, Backstein und Benzin/wir lieben deinen Duft wenn wir um die Häuser zieh´n“. Kein Wunder, dass der Song von den Lesern des Stadtmagazins TIP auf Platz zwei bei der Wahl zur Berlin-Hymne landete. Vordere Plätze zu belegen ist Fox also gewohnt. Nicht nur, dass Schwarz zu Blau mit großem Abstand den Bundesvison Song Contest 2009 gewann; auch sein Soloalbum Stadtaffe sollte mit mehr als 700.000 verkauften Exemplaren das erfolgreichste Album des Jahres 2009 in Deutschland werden. Die 7-fache Platin-Auszeichnung, drei Echos sowie der Comet für das beste Video (Alles neu) ließen nicht lange auf sich warten. Der „Berliner des Jahres“ ist somit mehr als verdient – Klangverführer sendet die besten Glückwünsche!

Eine Rezension des Stadtaffen lesen Sie hier.

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