Victoriah Szirmai. Berlin

Victoriah Szirmai hört Musik
und schreibt darüber.

1976 in Berlin geboren, studierte sie Musikwissenschaften mit Schwerpunkt Musiksoziologie, außerdem Philosophie und Hungarologie an der Humboldt Universität zu Berlin sowie Fachjournalismus mit Schwerpunkt Musikjournalismus am Deutschen Journalistenkolleg. Hier gewann sie 2016 mit ihrem Essay-Manifest „Zeit zum Hören – Plädoyer für einen langsamen Musikjournalismus“ den ersten Preis des Schreibewettbewerbs „Journalistische Trendthemen“.

Szirmai schreibt seit 1997 für diverse Medien, darunter die Berliner Stadtmagazine zitty und tip, Tageszeitungen wie Neues Deutschland und Berliner Zeitung, die HiFi­-Online­Magazine fairaudio.de und hifi-ifas.de sowie die Jazzmagazine Jazzthing und Jazzthetik.

Bekannt wurde sie für die beiden nach ihr benannten Kolumnen „Victoriah’s Music“ (2008 – 2018 fairaudio.de) und „Szirmais Fermaten“, die sie 2014 – 2023, mit einzelnen Nachklängen auch 2025, für ihr Hausblatt Jazzthetik schrieb, dem sie weiterhin als Feature-Autorin die Treue hält.

Victoriah Szirmais Leidenschaft gilt den Nachtseiten der Musik, insbesondere Leonardcoheneskem aller Art, Tango, Balkanbeat & sehr viel Soul. Unter den musikjournalistischen Formaten hat es ihr neben dem Interview die Musikkritik am meisten angetan, deren Verfassen sie mit Hinblick auf ästhetische Objektivität in diversen Workshops unterrichtet.

Am liebsten schreibt sie Texte für Musiker, denen die Worte für ihre Musik fehlen – sei es, um ihr Projekt der Presse schmackhaft zu machen, als Ghostwriterin von künstlerischen Visionen oder in Form offizieller Liner Notes. Daneben übersetzt sie für Plattenfirmen album- oder tourneebezogene Pressetexte vom Englischen ins Deutsche, schreibt Künstlertexte für Festivals wie Elbjazz oder Sparks & Visions, arbeitet mit dem Schweizer Fotografen David J. Hotz als eingespieltes Text-Bild-Team an Festivalreportagen und moderiert diverse Events und Diskussionspanels rund um den (vor allem Berliner) Jazz.

Seit ihrem Studium setzt sie sich mit zwei (Un-)Möglichkeiten auseinander: der einer politischen sowie jener einer genuin jüdischen Musik – zuletzt im Rahmen des 16. Darmstädter Jazzforums mit dem Panel „… im Ohr des Betrachters …“ (2020, Wolke) und als eine der Protagonistinnen von Yuriy Gurzhys Buch „Richard Wagner & die Klezmerband“ (2021, Ariella).

Szirmai war in den Jahren 2023 und 2024 Mitglied der Fach- und Hauptjury des Deutschen Jazzpreises sowie Bestandteil des von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt ins Leben gerufenen Juroren-Trios zur Vergabe von Aufnahmeterminen. Aktuell ist sie Teil der sechsköpfigen Jury für den Berliner Jazzpreis 2026.

Wenn ihr die Zeit bleibt, leiht sie ihre Stimme Kunden aus Werbung, Synchron und Hörspiel, kümmert sich um ihren Balkongarten, dessen Erzeugnisse sie begeistert verkocht, und erkundet mit ihrem Hund die Großstadtnatur.

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