1. Juni 2010

Eine kleine Hundemusik

Filed under: Klangblog — Schlagwörter: , , , — VSz | Klangverführer @ 15:07

Liebserklärung an einen Dachshund

Stevens schrieb I Love My Dog über einen ausgesetzten Dackel, den er
als Jugendlicher an einem Pfahl angebunden gefunden, mit nach Hause genommen und aufgepäppelt hatte. Als Produzent Mike Hurst den erst 18-jährigen Musiker das Lied performen hörte, beorderte er ihn auf der Stelle ins Studio und nahm ihn professionell auf. I Love My Dog wurde am 30. September 1966 als Cat Stevens’ erste Single veröffentlichet. Zunächst gespielt von den Piraten-Radiostationen Englands, sorgte die 2 Minuten und 26 Sekunden kurze Nummer für den Beginn einer Weltkarriere: Stevens unterschrieb bei Dream, einem Decca-Imprint, und I Love My Dog wurde innerhalb von nur drei Monaten zum internationalen Hit. Später sollte der Sänger/Songwriter zugeben, dass die Melodie stark von Yusef Lateefs Plum Blossom inspiriert war.

I love my dog as much as I love you
But you may fade, my dog will always come through.

All he asks from me is the food to give him strength
All he ever needs is love and that he knows he’ll get

So, I love my dog as much as I love you
But you may fade, my dog will always come through.

All the pay I need comes shining through his eyes
I don’t need no cold water to make me realize that

I love my dog as much as I love you
But you may fade, my dog will always come through.

Na, na, na, na, na, na, nana…

I love my dog as much as I love you
But you may fade, my dog will always come through.

Na, na, na, na, na, na, nana…

I love my dog, Baby, I love my dog. Na, na, na…
I love my dog, Baby, I love my dog. Na, na, na…

Gar nicht niedlich: Tierversuche

Weniger hübsch, aber dafür wahr und wichtig – ja, auch das kann Popmusik leisten, wenngleich sie in diesem Falle im Gewande Hamburger Punkrocks
der Achtzigerjahre daherkommt -, ist das schlicht mit Hund betitelte Lied der Band Angeschissen (später Dackelblut, Blumen am Arsch der Hölle, Kommando Sonnenmilch), das einen sehr bitteren Text hat:

„Mein Hund raucht Zigaretten, das hab ich in der Zeitung geseh’n, er raucht mit einigen Hunden und darf dabei auch noch stehen. Er raucht für so ne Anstalt, er raucht für Kosmetika, er raucht für Farben und Lacke, geprüft von Menschenhand …“

Funk Dog

Und dann wäre da noch Atomic Dog von George Clinton. Der Song stammt von Clintons 1982er-Album Computer Games und erreichte, nachdem er von den Radiostationen aus politischen Gründen lange boykottiert wurde, schließlich den Spitzenplatz der US R&B-Charts – übrigens als letzte Single des P-Funk Collectives, der diese Ehre vergönnt sein sollte. Später wurde Atomic Dog, und deshalb haben wir uns für eine Pramierung entschieden, von zahlreichen Künstlern gesampelt und hat so seinerseits weitere Musik möglich gemacht, u.a. von 2 Pac (Holler If Ya Hear Me), Blackstreet (Bootie Call), Digital Underground (Doowutchyalike, Bran New Swetta, Good Thing We’re Rappin), Ice Cube (Ghetto Bird, A Man’s Best Friend, 2 N Tha Mornin), Ice-T (Funky Gripsta), Nas (American Way), Pitbull (Girls), Public Enemy (Pollywanacraka), PM Dawn (Comatose), Redman (Process of Elimination, Slide and Rock on, Watch Yo Nuggets, Winicumuhround), Scarface (Diary of a Madman) oder – und hier schließt sich ein Kreis – Snoop Dogg (Who Am I? [What’s My Name?]).


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