Music and me: What a difference a day makes - klangverführer | Musik in Worte fassen
Music and me: What a difference a day makes

Music and me: What a difference a day makes

Music and me: What a difference a day makes

Wie der Winzer, der keinen Wein mehr trinkt und wie der Hundefrisör, der zu Hause Katzen hält, habe auch ich vor Jahren aufgehört, privat Musik zu hören. Nicht, dass sie mir fehlte – sie ist allgegenwärtig, umhüllt mich auf Festivals, in Studios, am Schreibtisch. Meist spielt sie auch in meinem Kopf, der sich nur schwer abschalten lässt. Aber immer will sie etwas von mir: analysiert, eingeordnet, gar bewertet werden. Immer ist da die Pflicht, die Verantwortung, der Anspruch.

Heute ist ein freier Tag. Ich lege den Song auf, der mir schon die ganze Nacht im Kopf herumspukte. Danach macht sich die Playlist selbstständig, führt mich durch Erinnerungen, Stimmungen, Klangwelten, die ich längst vergessen hatte. Ich merke, wie gut mir das tut. Wie nah mich meine Lieblingsstücke wieder zu mir selbst bringen.

Manchmal ist es genau richtig, einfach nur privater Musikkonsument zu sein. Ohne Auftrag, ohne Deadline, ohne Pressetext im Hinterkopf. Man erinnert sich daran, weshalb man das alles eigentlich macht. Weshalb man Musik liebt. Nicht für Kritiken, nicht für Analysen – sondern wegen dem, was sie in einem bewirkt.

Und manchmal genügt ein freier Tag und ein Song, um all das wiederzufinden.

What a difference a song makes!

Einfach nur Ich-Sein – zurück zu den Lieblingsdingen

Leave a comment:

Top